#1: Instagram Hashtags falsch verwenden
#2: Posten ohne Content-Strategie
#3: Wachstum vor Engagement stellen

#1: Instagram Hashtags falsch verwenden

Im Jahr 2018 erlaubte Instagram schließlich, dass Hashtags in der Biobeschreibung eines Profils von mobilen Geräten aus anklickbar waren.

Der Fehler, den viele Leute machten, war, einen Haufen Hashtags in ihre Instagram-Bio zu werfen, so wie sie es in einer Twitter-Bio tun würden. Es gibt einige Gründe, warum dies keine gute Idee ist.

Erstens haben die Hashtags in Deiner Instagram-Bio keinen Einfluss auf die Suchergebnisse von Instagram. Das bedeutet, dass, wenn jemand nach einem Schlüsselwort in Instagram sucht, Deine Biografie (und alle Hashtags, die Du dort hinzugefügt hast) nicht in den Suchergebnissen erscheint. Die einzigen Felder, die von der Instagram-Suche durchsucht werden, sind die Felder Name und Benutzername.

Zweitens, wenn Du beliebte Instagram-Hashtags oder Hashtags verwendest, die zu Inhalten anderer Personen führen, sendest Du Besucher von Deinen eigenen Inhalten weg. Wenn Du beispielsweise ein Fotograf bist und #Photography in Deiner Biografie verwendest und Leute auf diesen Hashtag klicken, verlassen sie Dein Profil, um zu einer Galerie mit Millionen anderer Beiträge zu gelangen, die nichts mit Dir zu tun haben. Es gibt keinen guten Grund, Menschen auf diese Weise von Deiner Biografie fernzuhalten.

Drittens sieht eine Liste von Hashtags in einer Instagram-Bio amateurhaft aus und wird oft neue Follower abschrecken.

Um diese Probleme zu vermeiden, solltest Du keine Hashtags in Deine Biografie einfügen. Die Ausnahme hiervon wäre die Verwendung eines einzelnen Marken-Hashtags, der zu Inhalten im Zusammenhang mit Deiner Marke oder Deinem Unternehmen führt und das, was die Leute über Dich auf Instagram sehen, ergänzt.

 

#2: Posten ohne Content-Strategie

Viele Leute machen den Fehler, zufällige Inhalte zu veröffentlichen, die nicht zu ihrer Strategie passen. Anstatt zufällig zu posten oder zu raten, nach welchen Inhalten Dein Publikum sucht, solltest Du Deine Daten analyiseren und Deine Strategie darauf aufbauen.

Greife auf Dein Instagram Analytics zu. Beginne, indem Du durch Deinen bisherigen Inhalt blätterst. Du kannst damit die Reaktion deines Publikums auf die Art der Medien (Post vs. Video), die Themen (Business vs. Entertainment) und die Ergebnisse (Promotion vs. wertvoller Content) vergleichen und analysieren.

Du suchst nach einem Leitfaden:

  • Mit welchen visuellen Inhalten beschäftigt sich dein Publikum bereits?
  • Welche Themen haben einen Sinn gemacht?
  • Was ist die Gemeinsamkeit?
  • Gibt es einen bestimmten Filter, Hintergrund oder Stil, den dein
    Publikum zu bevorzugen scheint?

Sobald Du identifiziert hast, was funktioniert, kannst Du diese erfolgreichen Beiträge in zusätzliche visuelle Inhalte übersetzen, die die gleichen Elemente verwenden.

Um dies zu visualisieren, stelle Dir einmal vor, Du bist ein Ernährungscoach und Deine Instagram Analytics-Daten zeigen, dass Dein Publikum Gesundheits- und Fitnesstipps liebt, die ihm zeigen, wie man richtig isst, ohne zu verhungern oder ganz auf Mahlzeiten zu verzichten.

Du könntest einen Blogbeitrag über gesunde Nahrungsmittel schreiben, die Du liebst und isst und trotzdem abnimmst. Anstatt einen Haufen einmaliger oder zufälliger Inhalte für Instagram zu erstellen, nimmst du dann den einen Teil des Blogs, der sich an deinen Analyseergebnissen orientiert, und verwandelst ihn in eine Vielzahl von visuellen Elementen.

Der Schlüssel zu dieser Taktik liegt in der Konzentration auf den Nutzen, die Lösung und die Transformation, die Dein Publikum spüren wird.

#3: Wachstum vor Engagement stellen

Die Leute neigen dazu zu denken, dass, wenn sie einfach mehr Follower bekommen, sie auch mehr Kunden haben werden. Aber konvertierst Du die Follower, die du bereits hast, zu Kunden?

Die Antwort ist nicht mehr Follower. Die Antwort ist, auf Dein gegenwärtiges Publikum weiter einzugehen und Ihnen guten Content zu liefern, um Deine gegenwärtigen Follower in Kunden zu verwandeln.
Was ich meine, ist, dass Du Dich mehr mit Deinem Publikum beschäftigen musst, um zu verstehen, warum deine derzeitigen Follower Dir folgen.

Also, wie geht man das an? Du sprichst mit deinen Followern. Reagiere auf jeden Kommentar, führe ein Gespräch mit allen in Deinen DMs (Direct Messages) und verfolge jede Umfrageantwort.

Und wenn Du jetzt denkst, dass mit Dir auch niemand spricht, dann beantoworte Dir mal folgende Fragen:

Wie viele Kommentare hast du auf den Accounts anderer User hinterlassen?
Wie viele DMs hast du geschickt, nur um ein wenig Instagram etwas zurück zu geben?

Hilfreich kann hier die 10X-Regel sein. Wenn du einen Kommentar willst, hinterlasse 10 Kommentare zu den Beiträgen anderer. Wenn du einen DM willst, schicke 10 DMs.

Wenn Du Dich mit deinen Anhängern auseinandersetzt, dann verstehst Du sie.
Wenn man sie versteht, weiß man, wie man mit ihnen sprechen sollte.
Und wenn man mit ihnen spricht, weiß man, wie man ihnen helfen kann.
Hilf den Menschen weiter, damit sich ihr Leben ändert und versuche nicht nur zu verkaufen.
Wenn du das nächste Mal denkst, dass Du mehr Kunden brauchst, lass dich bitte nicht davon überzeugen, dass du mehr Follower brauchst. Suche stattdessen den Kontakt in Form von Gesprächen mit Deinen Followern und versuche deren Probleme zu lösen.

In der Masse der Unternehmen, die dieselbe Dienstleistung oder dasselbe Produkt wie Du anbieten, wirst Du die einzige Wahl für Dein Publikum sein, weil Du sie besser verstehst als die anderen, Du sprichst anders mit ihnen und hilfst ihnen weiter.

Bonus: Automatisierung

Die Leute automatisieren Instagram, als wäre es eine andere “Sache”. Sie planen alles und vergessen dann, auf Kommentare zu antworten – was sie von dem Engagement abhebt, das Instagram so besonders macht.

Ja, großartige Grafiken oder Videos zu haben ist wertvoll und die Planung von Beiträgen ist hilfreich, aber die Magie im Social Media Marketing liegt in den Gesprächen. Dies gilt insbesondere für Instagram, wo es für Dich und Deine Follower einfach ist, sich in den DMs miteinander zu verbinden.

Hier sind einige Dinge, die Du tun kannst, um den Fokus wieder auf das Instagram-Engagement zu legen:

Stelle Fragen und lade Dein Publikum ein, sich zu beteiligen. Wenn Du eine engagiertere Fangemeinde willst, engagiere dich! Mache deutlich, dass Du gerne mit den Leuten in den DMs chattest. Durch diese Gespräche kannst Du viel von Deinem idealen Kunden lernen.

Gib Deinen Followern das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, indem Du nur Instagram-exklusive Inhalte lieferst. Anstatt wiederverwendeten Content aus Deinen anderen Marketingkanälen zu teilen, gib Deinem Publikum einen ersten Blick auf etwas Neues, einen kleinen Einblick, eine Enthüllung oder einen Gutscheincode nur für Deine Instagram-Story Viewer.

Beantworte jeden Kommentar und jede Nachricht. Wenn es sich um einen legitimen Kommentar zu Deinem Instagram-Feed oder Deiner Story handelt, antworte so schnell wie möglich. Gewöhne Dir an, Deine DMs ein paar Mal am Tag zu überprüfen, um darauf zu reagieren. Es mag wie eine Menge Arbeit erscheinen, aber die Leute suchen nach einer Verbindung und sie werden es schätzen (und sich erinnern) wenn Du Ihnen antwortest.

Sobald Marketingspezialisten Instagram weniger als eine Möglichkeit zum Verkaufen und mehr als einen Ort zum Aufbau von Beziehungen behandeln, können sie beginnen, die Macht der Verbindungen mit ihren Followern zu nutzen…. die eher Kunden und Stammkunden werden, wenn sie die Menschen hinter der Marke kennenlernen!

Fazit:
Instagram Marketing kann eine rießige Chance für Dein Unternehmen sein. Wenn Du Dein Marketing auf Instagram, wie oben beschrieben, umstellst, wirst Du unglaubliche Erfolge erzielen können.

Meine Tools:

Ich plane meine Postings mit dem Tool Later. Dieses Planungstool teilt die Beiträge auf Instagram, Facebook, Pinterest und Twitter. Du kannst bei jedem Post einen oder mehrere Channel einstellen. Nach einer einmaligen Verbindung mit Deinem Smartphone, werden die Posting automatisch zu der von Dir eingestellten Zeit ausgespielt. Auch siehst Du das Engagement Deiner User und kannst direkt aus Later heraus mit Deinen Followern in Kontakt treten. Ebenfalls sehr ausgefeilt sind die Analysedaten, die man direkt im Tool einsehen kann.
Later bietet auch eine kostenlose Version an.

In der kostenpflichtigen Version ist der Funktionsumfang erweitert. Later verwendet das sogenannte Linkin.bio. Es ist eine Art Landingpage die Du an Dein Unternehmen anpassen kannst. Den Link zu dieser Linkin.bio fügst Du in Deiner Bio auf Instagram als Webseite ein. Klickt nun ein User auf diesen Link gelangt er zu dieser Landingpage und sieht all Deine Postings. Jedem Posting kannst Du einen eigenen Link zu Deiner jeweiligen Web- oder Unterseite hinterlegen. Auch einzelne Postings sind ausblendbar, bei denen eine Verlinkung keinen Sinn ergeben würden. Und viele weitere Möglichkeiten…

Die Planung von Instagram Stories ist grundsätzlich möglich, aber nur halbautomatisiert. D. h. die Stories können über das Tool geplant werden, das Smartphone wird jedoch für die Ausspielung der Storie benötigt. Laut Later Support besteht diese Möglichkeit aufgrund der Instagram API noch nicht. Jedes Programm das derzeit (Oktober 2019) Stories automatisch postet, versößt damit gegen die Instagram Richtlinien.

Later ist für mich eine sehr ausgereifte Software, die in der kostenpflichtigen Version
ab $ 19,– pro Monat zu haben ist. Der Support reagiert sehr rasch, auch über Instagram DM!

 

 

 

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